Zivilcourageehrungen

Oberschule Bad Harzburg mit Zivilcourage-Preis geehrt

Bad Harzburg/Braunschweig. Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt die Oberschule Bad Harzburg am Freitagmittag. Braunschweigs Polizeipräsident Michael Pientka zeichnete die Schule mit dem Zivilcourage-Preis der Polizeidirektion Braunschweig aus. 

Im Rahmen des Projekttages, den das Werner von Siemens-Gymnasium und die Oberschule Deilich am Freitag veranstalteten, würdigte Pientka das Engagement der Schulen. Die Oberschule Bad Harzburg führte an diesem Tage gemeinsam mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium erstmals einen gemeinsamen Zivilcouragetag durch, der von den Schülerinnen und Schülern federführend gestaltet wurde. Die Schulen haben sich in der Vergangenheit in vielerlei Hinsicht um das Thema Zivilcourage und Prävention, oft gemeinsam mit der Polizei, beschäftigt. Insbesondere die Oberschule hat sich in den letzte zehn Jahren dem Thema gewidmet. Mit verschiedenen Projekten wurde das Thema Zivilcourage in der Schule intensiv behandelt. Für die Schülerinnen und Schüler begann der Projekttag bereits um 9 Uhr mit verschiedenen Aktionen zum Thema Zivilcourage wie Selbstverteidigung, ein Fußballturnier oder Lesungen aus dem Buch „Djihad Paradise“ von Anna Kuschnarowa.

Zur Preisverleihung versammelten sich die Schüler dann in der Aula und ließen sich von Michael Pientka loben. „Ich freue mich sehr über die kooperierten Veranstaltungen beider Schulen. Das ist eine tolle Initiative, die ein wichtiges Thema transportiert. An dieser Schule hat es eine lange Tradition, dass Zivilcourage gelebt wird. Solche Projekte brauchen einen langen Atem, den die Schule auch bewiesen hat“, so Pientka, der auch die Arbeit der Polizei Goslar im Umgang mit diesem Thema lobte. Auch Goslars Landrat Thomas Brych war voller lobender Worte für die Schüler, die sich mit großem Engagement der Zivilcourage widmen. „Als Schulträger freut sich der Landkreis, dass zwei starke Schulen dieses Projekte gemeinsam machen. Projekte sind wichtig, weil sie das Lernen auflockern. Und wenn das auch noch zwei Schulen gemeinsam tun – umso besser. Zivilcourage ist ein wichtiges Thema“, so Brych uns richtete seinen Dank sowohl an Schüler, Lehrer und die Polizei Goslar. Die leiste in seinen Augen gute Arbeit.

Polizeipräsident Michael Pientka, Peter Rausche mit Inga Rau (Schulleiterin des Werner von Siemens Gymnasium), die von Günter Koschig mit dem Cartoon der Goslarer Zivilcouragekampagne ausgezeichnet wurde.

Den Preis übergab der Polizei-Präsident an Natalie Friehe und Peter Rausche, stellvertretender Schulleiter der Oberschule. Stolz sei er, verkündete Pientka, dass es Schulen und Schüler gibt, die das Thema Zivilcourage ernst nehmen. Werner von Siemens-Gymnasium-Schulleiterin Inga Rau freute sich über die Auszeichnung, die die Partnerschule bekam. Rau nahm nahm das Cartoon der Goslarer-Zivilcouragen-Kampagne von Günter Koschig entgegen.

Günther Koschig, Fotos: WEISSER RING

Zivilcourageehrungen 2016 der GZK begeistern in der Polizeiaula

Mutige Preisträger für selbstlosen Helfereinsatz ausgezeichnet

Das Statement vom Aktionsplakat der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) von Polizeidirektorin Petra Krischker „Zivilcourage geht nie die Puste aus!“, wurde bei den Zivilcourageehrungen in der Polizeiaula wieder eindrucksvoll bestätigt. Über 70 Gäste, ob Amtsgerichtsdirektorin, Bürgermeister, Schulleiterin oder Opferhelfer vom WEISSEN RING, alle zollten den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Goslar, die im Jahr 2016 Zivilcourage bewiesen haben und von der GZK-Jury ausgewählt worden waren, großen Respekt.

Zunächst stimmten die BBS-Schülerin Brenda Schröder mit ihrem tollen Gesang sowie thematisch Katrin Stüllenberg, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kriminalprävention: "Welche Bedeutung hat die Zivilcourage für unsere Gesellschaft?" auf die Ehrungen ein.

Als Laudatorin konnte Petra Krischker gleich mehrere couragierte Menschen auszeichnen:

Ilonka Nieboer aus Seesen, die einen betrunkenen Hausfriedensbrecher meldete, Rudolf Rainer Moess aus Liebenburg, der einen flüchtigen Straftäter verfolgte und bis zum Eintreffen der Polizei festhielt oder Timo Eilbracht, Tim Paulußen sowie Julian Oppermann, die einen Verdächtigen Jugendlichen in Vienenburg stoppten, 110 wählten und damit die Aufklärung von 16 Grafitti-Straftaten ermöglichten.

„Sie sind unsere Helden des Alltags, ohne die unsere Gesellschaft ein Stück ärmer wäre“, so die Polizeidirektorin, bevor sie mit Respekttrainer Lothar Kannenberg die Auszeichnungen vornahm.

Laudator Florian Wildmann, der zunächst einen neuen Kinospot der GZK vorführte,dankt im Fall des 13jährigen Schüler Laurids Simonson aus Seesen, der eine fahrlässige schwere Brandstiftung mit seinen beiden Geschwistern bemerkte und durch rasches Handeln Schlimmeres verhinderte. Ein Pokal,Kinokarten,T-Shirts und Urkunden machten nicht nur die drei mutigen Kinder glücklich, sondern hinterließen auch die Gewissheit, dass sich „Zivilcourage für jeden lohnt“, so Wildmann.

Der aus Griechenland stammende Busfahrer Christos Thomaidis, der ein fünf Tage altes Baby in Goslar hinter dem Bahnhof aufgespürt und gerettet hat, bekam von Heike Göttert nicht nur eine besondere Laudatio,da zweisprachig und herzergreifend, sondern auch den begehrten Zivilcouragepokal überreicht.

Eine weitere Auszeichnung bekam das Ehepaar Manuela und Michael Zech aus Seesen, das eine Festnahme von fünf LKW-Dieben ermöglicht hat. Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze war von dem selbstlosen Handeln, der Verfolgung der ausländischen Diebesbande, die den LKW in Langelsheim entwendet hatte sowie der Alarmierung der Polizei begeistert! „Sie haben unseren Landkreis ein stückweit sicherer gemacht“, so Henze.

Dirk Peter Vorderstermann, Vorstand der Sparkasse Hildersheim-Goslar-Peine, neues Kampagnenmitglied der GZK, erschien mit einer Spende für die Kampagne. Der Grafik-Designer Thomas Velte und die Aktionsfotografin Heike Göttert überreichten ihm sein Aktionsplakat mit dem Sparschein und dem Statement :„Spare nicht an Zivilcourage!“ das auch auf den kostenlosen Notruf der Polizei aufmerksam macht.

Der Projektleiter und Moderator Günter Koschig dankte den Verlegern der Goslarschen Zeitung,Klemens Karl und Philipp Krause für eine Zivilcourage-Postkartenwerbeaktion, die flankierend zu den Preisverleihungen über 20000 Zeitungsleser mit dem Thema und der Homepage www.zivilcourage-goslar.de an diesem besonderen „Mutmachtag für die Helden des Alltag“ vertraut gemacht haben, so Koschig.

Das Event wird durch den Polizist Bodo Kern, Unternehmensfernsehen der Zentralen Polizeidirektion Hannover, gefilmt und nach Fertigstellung hier zu sehen sein. „Wir möchten, dass diese Leuchtturmveranstaltung bundesweit zu sehen ist und viele Nachahmer findet“, so Denis Habig, Medienverantwortlicher der GZK.

 

Begeisternde Goslarer Zivilcouragepreisverleihung im Jahr 2015

GZK ehrt couragierte Bürgerinnen und Bürger im Goslarer Theater

Hier gehts zum Video der Zivilcourageehrung

Quelle: Alec Pein/regionalGoslar.de.

Goslar. Die Jury der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) zeichnete im Goslarer Theater Bürgerinnen und Bürger aus, die im Jahr 2015 nicht wegeschaut haben, als Andere in Not waren.

Nach dem musikalischen Auftakt durch das Blechbläserquintett des Sinfonieorchesters der Technischen Universität (TU) Clausthal, führte der Projektleiter der GZK Günter Koschig vor rund 150 geladenen Gästen durch das kurzweilige Programm.

Mitinitiator und Kinobetreiber Florian Wildmann zeigte zunächst den neuen Kinospot der GZK mit Götz George, Petra Krischker, CLUESO, Eike Hulsch, Jürgen Trittin sowie der Pfarrerin Dagmar Hinzpeter, der demnächst vor den Hauptfilmen im Goslarer Cineplex gezeigt wird. Letztere zitierte als Festrednerin zunächst aus dem Duden „Zivilcourage ist Mut, den jemand beweist, in dem er humane und demokratische Werte ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit vertritt! Weiter hob die sympathische Pfarrerin aus Vienenburg vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse an Silvester in Köln auf den Stellenwert von Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft ab. 

Festvortrag der Frau Dagmar Hinzepter
Bedeutung der Zivilcourage für unsere Gesellschaft.pdf (1.08MB)
Festvortrag der Frau Dagmar Hinzepter
Bedeutung der Zivilcourage für unsere Gesellschaft.pdf (1.08MB)

Zuvor hatte auch der Landrat Thomas Brych, 2010 Mitinitiator und Impulsgeber der GZK, in seinem Grußwort allen Mutigen seinen größten Respekt ausgesprochen und zum „Hinsehen, Handeln und Helfen aufgefordert, ohne sich dabei in Gefahr zu bringen“!

Mit großem Beifall wurde das neue Zivilcourageplakat, das Aktionsfotografin Heike Göttert und Grafik-Designer Thomas Velte an Dagmar Hinzpeter übergaben, bedacht. 5000 Postkarten mit dem gleichen Motiv sollen die  Botschaft „Richtige Zivilcourage sichert uns alle“ bundesweit verbreiten und Mut machen, zumindest den Notruf 110 anzurufen.

Die Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Petra Krischker, führte in der Folge aus, dass es angesichts der vorliegenden Fälle im Jahr 2015 kein leichtes Unterfangen für die Jury war, die Preisträger auszusuchen.

Nach Vorstellung und Würdigung aller nominierten Fälle durch die Polizeichefin, bekamen die Geehrten von Goslars Bürgermeisterin Renate Lucksch, dem Landesvorsitzenden des Weißen Ringes Rainer Bruckert, von Katrin Stüllenberg von der gleichnamigen Stiftung sowie dem Ehrenbürger der Stadt Goslar, Hans-Joachim Tessner, Urkunden, einen Zivilcouragecartoon und Kinokarten überreicht.  Stüllenberg und Tessner nutzten die Gelegenheit, um den Initiatoren der GZK für die vielen Mutmachideen und die jährlichen Zivilcourageehrungen mit bundesweiter Strahlkraft  zu danken.                            

Den GZK-Zivilcouragepreis 2015 erhielten folgende fünf Personen, die sich durch ihr umsichtiges und vor allem beherztes Handeln auszeichneten. Es handelt sich dabei um:

Carolin Wiechens und Tanfana Gänzmer erhalten von Laudator Florian Wildmann und Günter Koschig den Zivilcouragepreis 2015. Foto: Velte

Zunächst führte Laudator Florian Wildmann aus, dass Carolin Wiechens und Tanfana Gänzmer, als sie auf dem Goslarer Bahnhof den Streit zwischen einer Gruppe und einem einzelnen Mann beobachteten, sofort eingriffen um dem Opfer zu helfen. Während andere Zeugen nur  zuschauten wie auf den Mann eingeschlagen wurde, halfen die jungen Frauen aktiv und stellten sich der eintreffenden Polizei als Zeuginnen zur Verfügung.

Christoph Josef und Lena Ehlen werden von Laudatorin Heike Göttert geehrt. Foto: Velte.

Die zweite Ehrung nahm Heike Göttert für das Ehepaar Christoph und Alexandra Ehlen vor. Die Geehrten verhinderten den Suizid eines Mannes, als sie mit ihren Kindern im Oberharz unterwegs waren. Als die Eheleute auf einem Parkplatz hinter Clausthal-Zellerfeld einen Pkw mit Schlauchverbindung vom Auspuff ins Fahrzeuginnere entdeckten, hielten sie sofort an, obwohl sie eigentlich bei einer Familienfeier  erwartet wurden.  Sie zogen den Schlauch ab und verständigten die Polizei über den Notruf 110. Gemeinsam gelang es dann den Mann, der sich in einer Lebenskrise befand, zur Aufgabe seines Vorhabens zu bewegen.

Laudator Michael Pientka, Polizeipräsident der Polizeidirektion Braunschweig, würdigte im dritten Fall die Verdienste von Frau Verana Koch (Bild unten)  bei der Festnahme mehrerer Einbrecher. Sie hatte die Täter im Bereich Langelsheim entdeckt, mit ihrem Pkw verfolgt und der Polizei umgehend ihre Beobachtungen mitgeteilt. Letztendlich sorgten diese dafür, dass die Täter im Bereich Hildesheim festgenommen werden konnten.

Verena Koch erhält den Zivilcouragepreis 2015 von Polizeipräsident Michael Pientka und Projektleiter Günter Koschig. Foto: Velte

Alle Ausgezeichneten erhielten anschließend unter dem Beifall der Gäste aus den Händen der Laudatoren den Zivilcouragepreis sowie Urkunden, den Cartoon und mehrere Kinokarten.

Günter Koschig stellte in der Folge das neue Gesicht der GZK-Kampagne vor. Es handelt sich dabei um die vierfache Weltmeisterin in der Altersklasse 30 im Schwimmen, Alexandra Janitzki. Die Lehrerin des CvD-Gymnasiums nahm mit einer Schulklasse teil, die großes Interesse am Thema Zivilcourage bekundet.


Mit einer Videobotschaft von Emmanuel Peterfalvi, besser bekannt als „Alfons, der Reporter mit dem Puschelmikrofon“, klang die Veranstaltung aus.

Weitere Impressionen von der Zivilcourageehrung

2014:

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz
ehrt couragierte Bürger im Rahmen der
Goslarer Zivilcourage Kampagne (GZK). 

Landrat Thomas Brych dankt dem WEISSEN RING für das Leuchtturmprojekt:

Die Goslarer Zivilcouragekampagne, die von der Polizeiinspektion Goslar, der Goslarschen Zeitung, dem Fotostudio Photogeno, dem Cineplex-Kino und dem WEISSEN RING getragen wird, setzt sich seit fünf Jahren nachdrücklich für die Förderung zivilcouragierten Verhaltens in der Gesellschaft ein und hat hierfür bislang zahlreiche prominente Unterstützer gewinnen können.

Niewisch-Lennartz, die 82zigste Kandidatin unterstützt die Goslarer Zivilcourage Kampagne und stellt in ihrem Festvortrag vor 100 Gästen fest: "Zivilcourage ist Bürgermut!". Die Förderung präventiven und zivilcouragierten Handelns in unserer Gesellschaft hat eine hohe Bedeutung. Sie ist Ausdruck einer Haltung, die sich leiten lässt von Empathie und Zugewandtheit gegenüber unseren Mitmenschen. Mit dem Slogan, "Gerechtigkeit braucht Mut!" fordert die Justizministerin u.a. über den Landespräventionsrat Niedersachsen, der bereits seit 1995 existiert, mit ihren GZK-Aktionsplakaten, Postkarten und Kinospots landesweit zur richtigen Zivilcourage auf. Sie unterstreicht, bei Gefahr stets über Notruf 110 die Polizei zu rufen und sich beim Hinsehen, handeln und helfen, nicht selbst in Gefahr zu bringen. 

Als Laudatorin zeichnete sie den Zeugen Lars Jaceck aus, der alles richtig gemacht hat, als er den Überfall auf eine Tankstelle in Stankt Andreasberg beobachtet hat: durch seinen sofortigen Notruf konnte der maskierte Täter, der das Opfer in Handschellen gefesselt allein zurückgelassen hat, unmittelbar nach der Tat mit der Beute festgenommen werden.      

Weitere Ehrungen, für außergewöhnlichen Einsatz,  wurden u.a. von Polizeivizepräsident Roger Fladung (PD Braunschweig) durchgeführt. Er zeichnete Frau Sandra Lux aus Langelsheim aus, die sich vorbildhaft um ein 7jähriges Kind aus Langelsheim aus, das orientierungslos herumirrte.      

v.l.n.r.: Heike Göttert, Christina Berg, Karl Klemens Krause, Görkem Savsa, Johanna Printz, Ulrike Eilers, Lars Jaceck, Antje Niewisch-Lennartz, Sandra Lux, Günter Koschig.

Die Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Frau Christiana Berg, dankte den Studenten aus Halle, Görkem Savsa und Johanna Printz, die sich um einen hilflosen Mann in Vienenburg gekümmert hatten. Mithilfe der Polizei konnte er wieder in sein Heim nach Wernigerode zurückgeführt werden. Ebenso würdigte die Goslarer Polizeichefin den Helfer Marco Schneid aus Bad Lauterberg, der einen Autofahrer aus dessen brennendem Wagen gerettet hat. Der Landrat Thomas Brych, der als erster Kampagnenteilnehmer die GZK mit aus der Taufe gehoben hatte betonte,dass es wichtig ist Empathie für Opfer zu zeigen und dankte dem WEISSEN RING für dessen Beiträge im bundesweit einzigartigen "Leuchtturmprojekt" für Zivilcourage.            

Rainer Bruckert, Landesvorsitzender vom WEISSEN RING und Dr. Riem Hussein, beides GZK-TeilnehmerInnen, bedankten sich bei der Schulleiterin der Oberschule Bad Harzburg, Frau Ulrike Eilers für vorbildliche Zivilcourageprojekte an ihrer Schule. Sie erhielt die Ehrung stellvertretend für alle engagierten Lehrer und Schüler der Projektschulen im Landkreis Goslar. 

Mit einem 110-Schutzengelcartoon von Jürgen Tomicek wollen die Initiatoren der GZK, Christiana Berg, Heike Göttert, Klemens-Karl Krause, Florian Wildmann und Projektleiter Günter Koschig, gemeinsam mit Martin Schilff von der Gewerkschaft der Polizei, demnächst verstärkt für den Notruf 110 in der Bevölkerung, besonders in Schulen, werben. Katrin Stüllenberg von der Stiftung Kriminalprävention wird diese Bemühungen ebenfalls, u.a. beim Deutschen Präventionstag 2015 in Frankfurt, unterstützen.      

Die musikalischen Darbietungen der SchülerInnen der Grundschule Jürgenohl unter der Leitung von Konrektorin Claudia Kohl, trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. 

Hier einige Impressionen zu der Veranstaltung:


Tobias Siefert wurde für seine Zivilcourage ausgezeichnet.

Goslarer Zivilkampagne würdigt mutigen Helfer aus Kirchweyhe

Am vergangenen Mittwoch wurde Tobias Siefert im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Günter Koschig, Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK),  der Leiterin der PI Goslar, Polizeidirektorin Christina Berg, dem Buchautor Fadi Saad aus Berlin sowie dem Opferanwalt Uwe Hoffmann aus Seesen im Beisein seiner Mutter Ruth Siefert für seinen Mut geehrt.

v.l.n.r.: PHK Lothar Niemann, KHK Günter Koschig; RA U. Hoffmann, Tobias Siefert, Fr. Siefert, PD'in Christiana Berg, KK Denis Habig

Was war geschehen? 

Sein 25-jähriger Bruder Daniel wurde in der Nacht zum 10. März 2013 vor dem in der niedersächsischen Gemeinde Weyhe Ortsteil Kirchweyhe/LK Diepholz  gelegenen Bahnhof Opfer eines gewalttätigen Angriffs und starb an dessen Folgen vier Tage danach in einem 

Krankenhaus im benachbarten Bremen. Er befand sich gemeinsam mit anderen Personen in einem Bus auf der Fahrt von Wildeshausen nach Weyhe, als es zu einem heftigen Streit mit zwei türkischstämmigen Mitfahrern kam. Die streitenden Gruppen orderten per Mobiltelefon "Verstärkung" zur Endhaltestelle. Daniel  versuchte während dieser Zeit, zunächst erfolgreich, zu vermitteln und die beiden gegnerischen Gruppen im Bus zu beruhigen.

Als der Bus das Ziel am Bahnhof des Weyher Ortsteils Kirchweyhe erreichte, hatte sich dort bereits eine Gruppe von Freunden der Mitfahrer versammelt. Daniel stieg aus dem Bus und wurde dann unvermittelt angegriffen, indem ihm der verurteilte Täter in "Kung-Fu-Manier" in den Rücken trat, so dass er gegen den Bus prallte und zu Boden stürzte. Mehrere Männer schlugen und traten anschließend auf ihn ein, wobei er lebensgefährlich verletzt wurde. Er erlag vier Tage später seinen schweren Kopfverletzungen.

Nach der Tat wurden fünf Tatverdächtige festgenommen. Gegen einen bereits durch frühere Gewalttaten polizeibekannten 20-jährigen Haupttatverdächtigen wurde anschließend Haftbefehl erlassen. Das zuständige Gericht verurteilte ihn später zu fünf Jahren und neun Monaten Jugendhaft. 

Der Vorfall erregte überregionales Aufsehen, nachdem die ethnische Zugehörigkeit der mutmaßlichen Täter bzw. des Hauptverdächtigen von der "Bild"-Zeitung thematisiert und von Rechtsextremisten für ausländerfeindliche Propaganda genutzt worden war.

Auf den Tag genau ein Jahr später wollten die Menschen in Kirchweyhe eine friedliche Gedenkfeier durchführen. Rechtsextreme, die von Anfang an versuchten, den Fall politisch auszuschlachten, hatten bereits im Vorfeld angekündigt, in diesem Rahmen  eine eigene Mahnwache veranstalten zu wollen. Das wiederum rief Antifa-Aktivisten auf den Plan. Tatsächlich standen sich etwa 15 Rechtsextreme und gut 150 zum Teil vermummte Linksautonomen gegenüber. Die Polizei trennte zwar beide Seiten durch eine Absperrung, trotzdem versuchten Autonome, diese zu durchbrechen. Tobias stellte sich dem Ansturm entgegen und brüllte die Autonomen an: Sie sollten den Tod seines Bruders nicht für ihre Zwecke instrumentalisieren. Seine Botschaft:

Wo eines Streitschlichters gedacht werde, sei ein Streit zwischen links und rechts fehl am Platz; eine Gedenkfeier nicht der richtige Ort für lautstarken, tumultartigen Protest. Nach seinem beruhigte sich die Lage, die Menschen hielten eine Schweigeminute ab und konnten die Veranstaltung in dem gebührenden Rahmen beenden.

Für seinen dabei gezeigten couragierten Einsatz erhielt er nun die Auszeichnung der Goslarer Zivilcouragekampagne, die einmal mehr überörtlich tätig ist und dabei von Opferanwalt Uwe Hoffmann, der die Angehörigen als Nebenkläger im Gerichtsverfahren anwaltlich vertritt, unterstützt wird.

Die Anwesenden würdigten in ihren sich anschließenden Reden noch einmal deutlich das von Tobias Siefert trotz des schmerzlichen Verlusts gezeigte vorbildliche Verhalten und machten deutlich, dass es für alle anderen Menschen gerade unter diesen Umständen eine entsprechende Vorbildfunktion haben sollte. Nach Abschluß der Veranstaltung verbrachte er auf Einladung des Weissen Rings gemeinsam mit seiner Familie ein paar erholsame Stunden im Harz und die Nacht in einem Hotel der Kaiserstadt. 

Goslarer Zivilcouragepreis 2013 für Carla Gräfin von Hardenberg

Mut wurde belohnt: Raubopfer geholfen und die Polizei gerufen! 

PP Pientka, n.n., Koschig, Gräfin von Hardenberg,Klose

Den diesjährigen Zivilcouragepreis der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) haben deren Initiatoren an die Gräfin Carla von Hardenberg verliehen. 

Die GZK Jury, mit Aktionsfotografin Heike Göttert, Polizeidirektorin Christiana Berg, Zeitungsverleger Klemens-Karl Krause, Cineplexbetreiber Florian und Jill Wildmann und Günter Koschig, WEISSER RING,  hatten damit ihr couragiertes Verhalten nach einem Überfall auf eine Spielhallenangestellte im Februar in Goslar gewürdigt. 

PD'in Berg, F. Wildmann, Koschig, Göttert,Hardenberg, Klose, Krause

Der Laudator, Fernsehmoderator Dennie Klose, führte in der Feierstunde vor den rund 200 SchülerInnen des C-v-D Gymnasiums sowie Gästen aus, dass nach dem Raub viele Passanten die Hilferufe des aus der Ohnmacht erwachten Opfers ignorierten und vorbeigingen, während die Preisträgerin der gefesselten Frau sofort zur Hilfe eilte. 

Dennie Klose, selbst langjähriger Zivilcouragebotschafter, der auf seinen GZK-Plakaten mit der Botschaft „Stark machen gegen Gewalt“ wirbt, lobte das vorbildhafte und besonnene Verhalten, dass von Hardenberg‘s Tat auszeichnet. 

Goslars Bürgermeisterin Renate Lucksch freute sich, dass eine Mitarbeiterin der Stadt Goslar diese Auszeichnung erhält und damit anderen Menschen Mut zur Zivilcourage macht! 

Gemeinsam mit dem Moderator Günter Koschig forderte sie die SchülerInnen auf zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. 

Wie bedeutsam solche mutigen Taten und deren Ehrungen für unsere Gesellschaft sind, machte die Teilnahme des Braunschweiger Polizeipräsidenten (PP) Michael Pientka deutlich. Verantwortlich für 3000 Polizisten, warb er in Gefahrensituationen sofort den kostenlosen Notruf 110 zu wählen! In seinem Grußwort wies er darauf hin, dass das C-v-D Gymnasium ganzjährig „Tage der Zivilcourage“ veranstaltet und so das Handlungsrepertoire der Schüler bei Gefahr optimiert hat. 

PP Michael Pientka und Projektleiter Günter Koschig (v.l.n.r.)

Die Befragungen von insgesamt 1400 Schülern durch Kriminalkommissar Denis Habig haben ferner ergeben, dass auch das Schulklima, u.a. durch den Zivilcouragetag im Cineplex, den Selbstbehauptungs- und Fitboxkurs, positiv beeinflusst wird. 

Schulleiterin Barbara Reichert dankte den GZK-Initiatoren und nahm die besondere Auszeichnung für ihre Schule entgegen. Zuvor hatten ihre SchülerInnen die Preisverleihung  sportlich und musikalisch durch Nick Weiler, Kl. 9., kurzweilig gestaltete.  

Die Gewinner des Zivilcouragequizes der Polizei waren von den Preisen, die das Cineplex Goslar gestiftet hat, begeistert.

Projektleiter Günter Koschig dankte der Preisträgerin (die jederzeit wieder helfen würde) und allen Mitwirkenden, insbesondere dem Herrn PP Michael Pientka, der Blumen an das Überfallopfer übergab und anschließend selbst vor die Photogenokamera von Heike Göttert trat, um „Gesicht für Zivilcourage“ zu zeigen und für diese zu werben.

Koschig, PP Pientka, Göttert, Klose (v.l.n.r.)

Polizeivizepräsident Fladung zeichnet die
Grundschule Jürgenohl aus

Goslars Polizeichefin Berg ehrt mutige Menschen aus dem Landkreis

Polizeivizepräsident (PVP) Roger Fladung von der Polizeidirektion Braunschweig und die Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Polizeidirektorin Christiana Berg, haben zusammen mit Florian Wildmann, Cineplex Goslar und Günter Koschig,WEISSER RING, weiteren Preisträgern sowie die Grundschule Jürgenohl im Rahmen der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) - für ihr Engagement gedankt.

Die Grundschule Jürgenohl sorgte zunächst mit ihrem Kinderchor für den erfrischenden musikalischen Auftakt dieser Veranstaltung bei der Polizei Goslar. Nachdem PHK Lothar Niemann von den vielfältigen gemeinsamen Präventionsaktivitäten zum Thema Zivilcourage berichtete, nahmen Konrektorin Claudia Kohl und ihre Kollegen die Auszeichung, eine Urkunde, die Aktionskelle des WEISSEN RINGS und die „110-Medaille“ entgegen.

Von ersten positiven Ergebnissen, wie man bereits Grundschüler fit für Zivilcourage macht, sollen auch andere Schulen profitieren, so KK Denis Habig, der die GZK evaluiert hat. Freuen konnten sich über ihre Zivilcourageauszeichnungen ferner Hartmut Ottmers, der eine junge Frau nach einem Unfall bei Alt Wallmoden aus ihrem brennenden Autowrack gerettet hat, Alina Gnad und Ricardas Urbonas, die nach einer Körperverletzung  in der Goslarer Innenstadt dem Opfer Trost und Hilfe zukomen ließen, Paul Starnowski, der obwohl selbst nur 1-Euro-Jobber, eine gefundene Geldbörse mit 1130,- Euro Inhalt bei der Polizei abgab sowie Jessica Simon, die einer in ihrer Wohnung verunglückten 90jährigen Frau durch ihre Hilfe das Leben rettete.

PVP Roger Fladung lobte die Initiatoren der GZK, zu denen auch die Goslarsche Zeitung und das Fotostudio Photogeno gehören, ausdrücklich für die vielfältigen Zivilcourageaktiviäten mit Nachhaltigkeit, zu denen auch diese Ehrungen gehören. „Jede geleiste Hilfe ist gleich wichtig, deshalb sind wir als Polizei sehr dankbar, dass sie nicht weggeschaut, sondern hingesehen und geholfen haben“, so der Polizeivizepräsident weiter.

Die Rede des PVP Fladung und einige Impressionen der Preisverleihung sind in dem unten eingebunden Video von Ralf Juliusson  zu sehen.

„Wir wollen sie für ihr beispielgebendes Engagement auszeichnen, so die Goslarer Polizeichefin Christiana Berg, vor den anwesenden Dienststellenleiter der Polizei. Erstmals übergab sie mit KHK Günter Koschig eine Materialsammlung „Zivilcourage“ des WEISSEN RING’s auf DVD, die speziell für Schulen konzipiert worden ist.

Diese ist ab sofort kostenlos beim WEISSEN RING in Mainz erhältlich.        


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