22. Deutscher Präventionstag in Hannover

Goslarer Zivilcouragekampagne präsentiert neue Gesichter beim DPT

WEISSER RING punktet 2017 mit Plakatausstellung, Buchautoren und Fitboxprojekt

Foto: WEISSER RING - Christian Behrens (v.l.n.r.) Roswitha Müller-Piepenkötter, Günter Koschig, Katrin Stüllenberg, Fadi Saad, Bianca Biewer

Der Deutsche Präventionstag, wieder brillant von Erich Marks und seinem Team für 3000 Teilnehmer/innen organisiert, fand in diesem Jahr in Hannover unter dem Motto „Prävention & Integration" statt. Neben der Lesung von TV-Kommissar Steffen Schroeder (SOKO Leipzig und ZDF) machte der WEISSE RING beim Jahreskongress auf die ganze Bandbreite seiner kriminalpräventiven Aktivitäten aufmerksam und lieferte unter anderem Input zum Thema jugendliche Opfer.

Täter begreifen zu wollen und sich für Opfer stark zu machen, ist kein Widerspruch – dieser Leitgedanke stand am Stand des WEISSEN RINGS beim 22. Deutschen Präventionstag in Hannover im Fokus. TV-Ermittler Steffen Schroeder („SOKO Leipzig", ZDF), der auch Botschafter des WEISSEN RINGS ist, las aus seinem Buch „Was alles in einem Menschen sein kann" vor. Für sein Buch ging Steffen Schroeder jahrelang als ehrenamtlicher Vollzugshelfer in ein Gefängnis und sprach mit einem verurteilten Mörder. Gleichzeitig macht er sich als Botschafter des WEISSEN RINGS aber auch für Opfer stark.

Dies machen seit über 30 Jahren auch die Außenstellenleiter Markus Müller (Salzgitter) und Günter Koschig (Goslar) in der größten deutschen Opferorganisation. Beide präsentierten mit ihrer neuen Mitarbeiterin Kristina Heilmann den Messebesuchern das von Boxqueen Regina Halmich unterstützte Fitboxprojekt an Schulen: „Lieber auf den Boxsack als auf den Mitschüler hauen!“ sowie in einer Plakatausstellung neue Gesichter der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK). Neben Kanu-Olympiasieger Marcus Groß („Nicht nur Olympiasieger helfen, ruf 110“) und Löwenpreisträgerin Heike Göttert („Löwenstark für Zivilcourage, ruf 110“) stand besonders Katrin Stüllenberg vom Vorstand der gleichnamigen Stiftung mit ihrem Statement: „Mut stiften-Zivilcourage (vor-)leben!“ im Mittelpunkt. Bei der Plakatpräsentation und Postkartenübergabe an die sympathische Wolfsburgerin konnte GZK-Projektleiter Günter Koschig den Berliner Buchautor Fadi Saad, die Bundesvorsitzende Roswitha Müller-Piepenkötter und die Geschäftsführerin Bianca Biwer vom WEISSEN RING begrüßen. „Ich freue mich ein Gesicht der GZK zu sein und so auf deren Leitideen -Zivilcourage zu zeigen, ohne sich selbst zu gefährden, den Notruf 110 anzurufen und Empathie für Opfer zu zeigen- aufmerksam zu machen, so Katrin Stüllenberg. Die 1995 gegründete Stiftung hat bundesweit u.a. kriminalpräventive Projekte mit Leuchtfunktion ausgezeichnet. Auch die GZK-Initiatoren aus Goslar (Polizei, Photogeno, GZ, Cineplex, WEISSER RING) bekamen 2013 den Förderpreis Kriminalprävention der Stiftung. Mit vielfältigen Aktivitäten konnte daraufhin, sh. unter www.zivilcourage-goslar.de – ein maßgeblichen Beitrag zur Zivilcourage in Deutschland realisiert werden.

Fotos: WEISSER RING

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20. Deutscher Präventionstag in Frankfurt/ Main

Goslarer Zivilcouragekampagne auf großer DPT Bühne in Frankfurt

WEISSER RING & Polizei werben mit Marek Erhardt für Zivilcourage

Anna Rau (WEISSER RING), Marek Erhardt, Erich Marks, Tessa Koschig

Unter dem Motto „Prävention rechnet sich“ fand der diesjährige 20. Deutsche Präventionstag (DPT) in Frankfurt statt. Zu den mehr als 3000 Experten für Kriminalprävention aus ganz Europa gehörten auch Akteure der Goslarer Zivilcouragekampagne mit ihren Ideen, wie man u.a. Zivilcourageunterricht in Grundschulen implementiert und Gewaltprävention durch Sport betreibt.                                           

Polizeidirektorin Petra Krischker war mit PHK Lothar Niemann, KHK Günter Koschig, verstärkt durch PHK Markus Müller und Gymnasiallehrer Markus Regele mit seinen Boxschülern aus Würzburg am Gemeinschaftsstand des WEISSEN RINGES (WR) und der Polizeiinspektion Goslar am Start. Ehrengast des Kongresses war der Botschafter des WEISSEN RINGES, Schauspieler Marek Erhardt aus Hamburg. Bei der Eröffnung bedankte sich dieser bei Erich Marks, dem DPT Geschäftsführer, für die jahrelange Unterstützung der Präventionsprogramme aus Mainz und Goslar. Gemeinsam mit der Präventionsfachkraft Anna Rau sowie GZK-Teilnehmerin Tessa Koschig (beide W.R.), zeichnete er Erich Marks den internationalen Netzwerker mit dem großen Zivilcouragecartoon der GZK aus.

Ob Hessens Innenminister Peter Beuth, Katrin Stüllenberg von der gleichnamigen Stiftung, Lehrkräfte sowie viele SchülerInnen, alle waren von der Plakatausstellung der GZK, den Fitboxaktionen oder vom Werfen auf die Goslarer „110 –Torwand begeistert“. Bei unseren Einsätzen in Schulen werben wir deutschlandweit um Empathie für Opfer und die Bedeutung zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden bzw. rechtzeitig den kostenlosen Notruf 110 zu wählen, so Opferhelfer Günter Koschig,  der als Beauftragter für Krimialprävention der Polizeiinspektion Goslar Projektleiter der GZK ist.

Der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, hob im Interview die Bedeutung von Vorbildern bei der Vermittlung von Werten für Jugendliche hervor und dankte deshalb Marek Erhardt für dessen Engagement. „Vorbeugung ist der beste Opferschutz und ein integraler Bestandteil unserer Opferhilfe“, sagte Bianca Biwer, die Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGES. Abschließend wies die Kriminologin Dr. Wiebke Steffen, Vorsitzende des Fachbeirates Kriminalprävention, auf die Frankfurter Erklärung des DPT’s hin. U.a. wird dort die Politik darauf hingewiesen, dass Kosten-Nutzen-Analysen ein Beitrag zu einer evidenzbasierten Präventionspolitik sind.


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