WEISSER RING  dankt Ehrenamtlichen für 100 jähriges Engagement im Landkreis Goslar:

Angelika und Günter Koschig, Siegfried Hoffmann, Stefanie Artelt-Thiede geehrt!   

Cineplex Goslar präsentiert neuen Zivilcouragekinospot der GZK   

Die Jubilare v.l.n.r.: RA'ìn Artelt (10 Jahre), RA Hoffmann (30 Jahre), Angelika und Günter Koschig ( je 30 Jahre), stellv. Landesvorsitzende Hörning.

Als der Leiter der Außenstelle Goslar des WEISSEN RINGES, Günter Koschig, sein Team und die  Gäste in der Polizeiaula begrüßt, gratulieren 30 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Jürgenohl mit ihrer Konrektorin Claudia Kohl den vier Jubilaren mit zwei famosen Rappeinlagen, die großen Anklang fanden.  Die gastgebende Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Polizeidirektorin Petra Krischker, wies in ihrer Rede darauf hin, dass Angelika und Günter Koschig sowie Rechtsanwalt Siegfried Hoffmann schon vor 30 Jahren die Bedeutung von Opferschutz und Prävention erkannt hatten. Durch den aktiven Beitritt in den WEISSEN RING stellten sie im Landkreis Goslar die Weichen für eine wirksame Opferbetreuung Über 3000 Kriminalitätsopfer konnten bislang von der schnellen und unbürokratischen Hilfe des Goslarer Teams, zu dem auch seit 10 Jahren u.a. die Rechtsanwältin Stefani Artelt-Thiede  gehört, profitierten.

Durch eine engagierte Präventionsarbeit gelang es dem WEISSEN RING und der Polizei, gemeinsam mit weiteren Akteuren vor Ort, im Jahre 2002 das Goslarer Netzwerk gegen häusliche Gewalt ins Leben zu rufen. Mit einer bundesweiten Plakataktion wird aktuell dem Leid vieler Kinder in diesem Deliktsfeld Rechnung getragen. Die Polizeichefin dankte für diese Initiative, die den Opfern und Zeugen Mut macht, die Gewaltspirale zu beenden und den Polizeinotruf 110 oder das vertrauliche Opfertelefon des WEISSEN RINGES anzurufen.

Axel Siebe, der Bürgermeister der Stadt Goslar, wies u.a. auf die Bedeutung der Zivilcourage in der heutigen Zeit hin und lobte die Akteure der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK), initiiert vom WEISSEN RING, der Polizei, dem Photogeno-Studio, dem Cineplex-Kino sowie der Goslarschen Zeitung für deren facettenreiches, überregionales Wirken.

Thomas Brych, inzwischen Landrat, war 2010 der Erste von mittlerweile  83 Teilnehmern die u.a. auf  Plakaten Gesicht für Zivilcourage zeigen und so im Sinne des WEISSEN RINGES für mehr Opferschutz und Zivilcourage, werben.  Als  Mitglied im Verein  ist er überzeugt, dass die aktuellen Bemühungen der GZK in Grundschulen bei  Gefahr zum Hinsehen, Helfen und Handeln sowie den Notruf 110  zu werben, sehr wirkungsvoll sind und gerne angenommen werden.  Beim Zivilcouragetraining der GZK  in Grundschulen steht  auch das  „110-Torwandwerfen“ auf dem Stundenplan. Bei einem spontanen  Zielwerfen gewannen die Jürgenohler Grundschüler klar mit 2: 0 gegen die Promis gewannen.

Polizeidirektorin Petra Krischker, Siegfried Hoffmann, Steffen Hörning

Der stellvertretende Landesvorsitzende des WEISSEN RINGES, Steffen Hörning, dankte den vier Jubilaren für die geleistete ehrenamtliche Arbeit (zusammen 100 Jahre) sehr herzlich. „Der menschliche Beistand sowie die anwaltliche Betreuung vor, während und nach einer Gerichtsverhandlung gehören für die heute zu Ehrenden zur Hilfe des WEISSEN RINGES, des Vereines, den 1976 Eduard Zimmermann ins Leben rief, so Hörning“.  Mit der Rechtsanwältin  Stefanie Artelt-Thiede,  die in Niedersachsen auch Jugendbeauftragte des Vereins ist, zeichnete er zunächst ein „junges Gesicht“ mit einer Urkunde aus. Rechtsanwalt Siegfried Hoffmann hatte vor drei Jahrzehnten den Weg über ein Tätermandat zum WEISSEN RING gefunden.  Mit seiner großen Empathie und seinem Engagement hat er inzwischen in vielen Gerichtsverfahren an der Seite der Opfer gestanden und diesen, ob im Straf- oder Sozialrechtsverfahren, zu ihrem Recht verholfen.

Angelika und Günter Koschig hatten seinerzeit nicht nur ein Herz für Verbrechensopfer entdeckt und bei der Betreuung gezeigt; sie handeln seitdem auch nach dem Motto: „Prävention ist der beste Opferschutz“ , so Laudator  Hörning.  Der Kriminalbeamte Günter Koschig wirkte zunächst jahrelang ehrenamtlich in der bundesweiten Ausbildung des WEISSEN RINGES bevor er seit  1996 im Fachbeirat Kriminalprävention in Mainz sein praktisch erworbenes Wissen mit einbringt. Durch ihn entstanden u.a.  die bundesweit über den WEISSEN RING verbreiteten und als Best Practice Beispiele prämierten Programme „Kraft gegen Gewalt-Sportler setzen Zeichen“ sowie die Goslarer Zivilcouragekampagne.

Günter Koschig bedankte sich bei seinem Team, seinen Polizeikollegen sowie allen Freunden und Förderern für die jahrzehntelange Unterstützung, bevor der den Grafiker Thomas Velte mit einer Dankesurkunde des WEISSEN RINGES für die außergewöhnliche Gestaltung der GZK-Plakate überraschte.

Mit einem Highlight endete das besondere Außenstellentreffen: das Cineplex-Kino, das vom Ehepaar Jill und Florian Wildmann, Kampagnenpartner der GZK, betrieben wird, präsentierte den neuen, sehr  eindrucksvollen Kinospot mit sechs Kandidaten, die ihr Gesicht für Zivilcourage zeigen. Die Kinobesucher dürfen sich jetzt auf eine Ministerin, einen Schauspieler, eine Landtagsabgeordnete, einen Gewerkschaftler, einen Automobilrennfahrer sowie auf einen Handballnationalspieler freuen, die Mut zum „HINSEHEN,HELFEN und HANDELN“ machen.     

Koschig dankte insbesondere dem Betreiberehepaar Wietig vom "Hotel Zum Löwen" in Langelsheim für das Sponsoring des Buffets, an dem sich die vielen Gäste stärken konnten.


Bundesinnenminister de Maiziere begrüßt 

Goslarer Zivilcouragekampagne

Harzer Plakatpaten Arnd Peiffer, Daniel Böhm und Martin Schilff zeigen mit ihm in Bad Endorf „Gesicht für Zivilcourage“

Arnd Peiffer, Bundesinnenminister de Maiziere, Daniel Böhm, Martin Schilff

Die SpitzensportlerInnen der Bundespolizei lassen uns immer wieder vor dem Fernseher jubeln. Die Wintersportler haben in der vergangenen Saison bei Welt-, Europa- und Juniorenweltmeisterschaften 38 Medaillen für Deutschland geholt!

Dafür wurden sie jetzt in einer Feierstunde mit einigen hundert Teilnehmern in der Bundespolizeisportschule in Bad Endorf von Bundesinnenminister, Dr.Thomas de Maiziere und dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann geehrt.

Unter anderem erhielten die Harzer Biathleten Arnd Peiffer und Daniel Böhm, die Rennrodler Natalie Geisenberger, Felix Loch und Tobias Arlt sowie Skispringerin Carina Vogt in Anwesenheit des obersten Personalvertreters der Bundespolizei, dem Langelsheimer Martin Schilff, die begehrten Auszeichnungen! 

Martin Schilff, der die 40.000 Kollegen und Mitarbeiter der Bundespolizei vertritt, nutzte mit den Weltmeistern Arnd Peiffer und Daniel Böhm, ihren „obersten Dienstherrn“, über ihr Engagement im Rahmen der GZK zu informieren. 

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere war begeistert und sofort bereit, gemeinsam mit den drei couragierten  Harzern „Gesicht für die Goslarer Zivilcouragekampagne“ zu zeigen.